Umzug - Bilder des großen historischen Festumzuges:

  abgeleitet aus dem geschichtlicher Hintergrund der Entwicklung unserer Stadt
    
Eröffnungsbild "Unsere Stadt am Taurastein"
Kaiser Friedrich I. genannt "Barbarossa" (1122 – 1190) Er besiedelte unsere Heimat mit edelfreien Geschlechtern und ihren Bauern.

Besiedlung durch Bauern um 1200
  Um 1200 fing das Landschaftsbild an ein anderes zu werden. Überall lichtete sich der Urwald und nach der damaligen Sitte, die neu entstehenden Ortschaften nach dem Namen des Führers der betreffenden Kolonistenschar zu nennen, entstand hier westwärts des Taurasteins das Dorf des Burkhardt: „Burckhardtsdorf“.

Probst von Zschillen
Der Probst vom Kloster Zschillen (Wechselburg)- erstes Augustinerchorherrenstift der Mark Meißen - hielt 1283 am „Stein“ (=Taurastein) von Burckhardtsdorf eine Synode ab.

1436 Teilung des Leisniger Besitzes
in eine Herrschaft Penig und Rochsburg. Zur Herrschaft Rochsburg zählten: Burckersdorf, Heiersdorf, Helsdorf und Mohsdorf. Göppersdorf, Chursdorf, Mühlau und Taura verbleiben bei Penig.

nicht dargestellt Nennung von „Burckersdorf“ - 1454 wird „ Burckersdorf“ als Stadt erwähnt
Wer ihr des Stadtrecht verliehen, ob die Burggrafen von Leisnig zu Penig oder andere spätere Besitzer von Rochsburg, ist nicht nachweisbar. Jedenfalls stehen wir vor der merkwürdigen Tatsache, dass in unserem Kreise nicht der älteste, sondern der jüngste Ort zur Stadt sich entwickelt hat, dass nicht aus einem Dorf, sondern neben einem Dorfe sich eine Stadt d. h. ein offener Marktflecken gebildet hat.

1494 „ Das Brauereirecht galt als Vorrecht der Städte“
Es wurde Burgstädt 1494 vom Burggrafen Hugo von Leisnig, dem Herrn von Penig, als solches bestritten, da er Burgstädt Stadtrecht nicht zugestehen wollte. Doch konnten die Bürger das Herkommen beweisen und blieben so im Besitze des Braurechts. 1511 wird es ihnen durch den Herzog Georg urkundlich zugestanden.

1502 wurden Leineweber ansässig, deren Innung 1512 durch Herzog Georg von Sachsen bestätigt wurde.

1504 wird die Bäcker-Innung in der Stadt bestätigt. Plakat: 1504 - Bestätigung der Bäcker - Innung

1577 werden die ersten Schneider ansässig. Plakat 1577 - Erste Schneider in der Stadt


Das Markttreiben entwickelt sich
1586 bewilligte Kurfürst Christian II. Burgstädt zwei Jahrmärkte, einen im Frühjahr und einen im Herbst.
Seit 1625 setzten die Bemühungen des Ortes um Erlangung eines Wochenmarktes ein. Die Burgstädter versprachen dem Grundherrn Geldentschädigung, wenn er ihnen zum Wochenmarkte verhelfe. Hans Georg von Schönburg erlaubte ihnen schließlich die Abhaltung des Wochenmarktes.
Am 22. März 1631 wurde er erstmals abgehalten. Am 23. Dezember des Jahres trugen die Bürger den Rest der verwilligten 250 Taler an den Grundherren ab. Der Markttag wurde seitdem ungehindert abgehalten.

1618 - 1648 Dreißigjähriger Krieg zieht auch Burgstädt, Burkersdorf und Göppersdorf in Mitleidenschaft.
Ungleich schwer wurde der Burgstädter Kreis durch die Wechselfälle des Dreißigjährigen Krieges betroffen. Die Truppendurchzüge, bald der Kaiserlichen, bald der Schweden, hörten nicht auf. Regelmäßig kam es dabei zu Misshandlungen von Einwohnern.

Der schwarze Tod anno 1633
1633 zu dem Kriegsunglück gesellte sich die Pest, die in diesem und dem folgende Jahre am furchtbarsten auftrat. In Burgstädt starben Pfarrer und Schulmeister zugleich. 1682 wurde die Pest durch den Leineweber Händel nochmals eingeschleppt.

1639 Schuhmacher wurden in der Stadt ansässig
Eine Schuhmacherinnung wurde 1639 mit 43 Meistern erwähnt, die damals alle in der Schuhmachergasse der heutigen Marienstrasse angesiedelt waren.

Stadtbrände von Burgstädt 1526/1546/1584/1650
Am 3. September 1650 brennt die kleine Stadt Burgstädt einschließlich Kirche und Schule fast völlig ab.
Nur 16 Häuser auf dem Anger werden gerettet. Für den Wiederaufbau der Stadt werden auch außerhalb Sachsens Kollekten aufgestellt.

Adler - Apotheke (privilegiert im Jahre 1661)
1661 gegründet durch Johann Dürr von Pretzsch aus Obersachsen.
Am 04.09. 1661 erhielt Herr Dürr mit einer Urkunde, unterzeichnet von „Christian Graf zu Schönburg, Herr zu Glauchau und Waldenburg, Erbherr zu Greßlaß mit Sitz auf Schloß Rochsburg“ das Privileg, eine Apotheke in Burgstädt zu betreiben. Zu seinen Lebzeiten durfte keine weitere Apotheke errichtet oder zugelassen werden.

Innungen ab 1665
Ab 1665 wurden die Gewerke Töpfer, Fleischer, Schmiede, Wagner, Müller, Seiler als Innung genannt.

1736 Gründung der Schützengesellschaft zum Zwecke der Ortsverteidigung.
Da die Schützengesellschaft in damaliger Zeit dem Staate und der Stadt dienen bzw. Polizeidienste ausüben musste, so bei Ausbruch von Schadenfeuern oder bei Menschenaufläufen und entstehenden Unruhen, wurden ihre Offiziere und Mannschaften öfter in Anspruch genommen.
Anm.1734 Schießmauer am Anger hergestellt - 1735 erstes Hauptschießen

Friedrich Wagner war erstmals mit Wirkwaren auf der Leipziger Messe.
1742 - Johann Friedrich Wagner, ein Burgstädter Bürger und Zeugmachers Sohn, welcher sich bei der Zeug- und Leineweberinnung das Meisterrecht erworben hatte, wandte sich dem Zeughandel zu und errichtete eine Fabrikation, wodurch er zugleich der zum größten Teil aus Webern bestehenden Burgstädter Einwohnerschaft eine ergiebige Nahrungsquelle erschloss. Friedrich Wagner war erstmals mit Wirkwaren auf der Leipziger Messe.

1790 Bauernunruhen
Die Fröner Burgstädts und der umliegenden Dörfer erheben sich gegen die Grundherrschaft und stellen in Rochsburg ihre Forderungen.

nicht dargestellt 1810 Baumwollspinnerei
Durch den Druck der Napoleonischen Kontinentalsperre war die Einfuhr englischer Baumwollerzeugnisse unterbunden. Es machte sich notwendig, die bisher bezogene Ware im Inland herzustellen. So gründete Carl August Tetzner im Jahr 1810 in dem vom Kommerzienrat Hahn erworbenen Besitz am Brühl eine Baumwollspinnerei und Zwirnerei.
Anm. 1849 Verlegung des Betriebes nach Schweizerthal - 1868 ist das ganze Geschäft mit nach Schweizethal übergesiedelt

1813/14 Truppendurchzug Napoleons
Hohe Abgaben der Bevölkerung, Einquartierung und Truppendurchzüge vor und nach der Völkerschlacht bei Leipzig
Unter den Verwundeten bricht das Nervenfieber aus, dem auch Zivilisten erliegen.

1814 Kantoratsschule - Christian August Meister kam als erster Lehrer und Kantor nach Burgstädt. Er erwarb sich außerordentliche Verdienste um die Entwicklung des Schulwesens.
1826 wurde die Zahl der Schulkinder mit 500 angegeben. Die bestehende Kantoratsschule reichte nicht mehr aus. Deshalb wurden weitere Räume in Reinhardts Haus am Brühl (heutige Orthopädiewerkstatt Müller) als Schule eingerichtet.
1827 wurde Heinrich Gottlob Haberkorn als 2. Lehrer eingesetzt, und
1828 wurde eine 3. Lehrerstelle gegründet.

1835 Städteordnung
Am 24. Januar 1835 wurde Carl August Tetzner der erste Bürgermeister von Burgstädt. Es wurde ein Stadtrat gewählt. Am 24. Juni des Jahres wurde die allgemeine Städteordnung für Burgstädt eingeführt, welche aber die Bevormundung der Schlossherrschaft Rochsburg nicht aufhob.
Die Amtszeit von Bürgermeister Carl August Tetzner war von 1835 - 1846.

1840 Postagentur
Burgstädt erhielt die erste Postanstalt, sie wurde in der Neugasse eingerichtet. Ein einziger Raum war Expedition, Wiege- und Gepäckraum, in der Postverwalter Uhlig seines Amtes waltete, unterstützt vom Briefträger Haupt.
Ihre Tätigkeit begann die Burgstädter Post damit, dass sie allabendlich die eingegangenen Sachen bis zum Chausseehaus Hartmannsdorf brachte, um sie an die von Chemnitz nach Leipzig verkehrende Fahrpost abzuliefern und die nach Burgstädt bestimmenden Sendungen in Empfang zu nehmen.

1848 - Das Barockgebäude am Brühl, erbaut 1761-1763 als Wohn- und Stapelhaus, von Johann Friedrich Wagner, wird vom Rat erworben und als Rathaus umgebaut.

1853- Das Burgstädter Wochenblatt erscheint
Die Druckerei C. A. Tetzner brachte das „Wochenblatt für Burgstädt und die Umgegend“ heraus, aus der sich die Zeitung „Burgstädter Anzeiger und Tageblatt“ entwickelte.

1857 - Albertinum - höhere private Knabenschule
Die Privatschule von Dr. Heinrich Hahn wurde in das Lautenschlägerische Haus an der Rochllitzer Str. (Ecke Rathausgasse ) verlegt. Man nannte die Schule "Albertinum" (nach dem Kronprinz Albert). Sie war eine Real- und Landwirtschaftsschule, die sich eines weiten und guten Rufes erfreute.

1860 - Gründung der „Freiwilligen Feuerwehr“
In der Zeit von 1504 bis Gründung der Freiwilligen Feuerwehr im Jahre 1860 kam es in Burgstädt zu zahlreichen verheerenden Bränden. Zur Hilfeleistung bei der Brandbekämpfung schlossen sich freiwillig junge Männer zu einer sogenannten Rettungsschar zusammen. Sie waren entschlossen einen Verein zu gründen, der sich die Aufgabe stellt, den durch Feuergefahr Bedrängten unaufgefordert zu helfen.
Der 21. August 1860 gilt als Gründungstag der „Freiwilligen Feuerwehr Burgstädt“
Die Mannschaften wurden in Spritzen- und Rettungsleute eingeteilt. Es wurde beschlossen, während des Dienstes Binden am linken Arm und Pickelhauben zu tragen.

nicht dargestellt

Handweberei - Weberinnung

Um 1860 war Burgstädt ein armes Weberstädtchen, in dem fleißige Einwohner an 1500 Webstühlen ihr Tagewerk verrichteten.
Mancher Familienvater hat sich infolge großer Armut vom Webstuhl nie mehr weggefunden. Gebeugt über die Fäden inmitten des hölzernen Gestühls, hat er vom frühesten Morgen bis spät in die Nacht Faden an Faden gewebt. Und weil auch die Kinder dem Vater schon zur Hand gehen mussten, blieb es nicht aus, dass für sie der vom Vater verwebte Leinenfaden für die ganze Zeit ihres Lebens geradezu zum Lebensfaden wurde.

1861 - König Johann weilte in der Stadt

Im Jahr 1861 kam König Johann von Sachsen von einer Rundreise nach Burgstädt. Der Besuch des hohen Gastes fiel gerade mit dem Schützenfeste zusammen.
Auf Bitten des damaligen Oberleutnants Wilhelm Heinig gab der König den ersten Schuss auf die Königsscheibe ab. Er Schoß „ Nagel“ und nahm auch sofort zur Freude aller Schützen und der Bewohner der Stadt die Würde eines Schützenkönigs von Burgstädt an.

1862 - Erstes Burgstädter Krankenhaus
Seit 1855 wurden immer wieder Stimmen laut, die die Errichtung eines Krankenhauses forderten. Nach langem Erwägen wurde es 1862 errichtet.
Während des Bahnbaues (1869-72) wurde es von dem Betrieb zur Unterbringung der Bau- Erkrankten und Verunglückten benutzt.
Der Armenarzt machte schon 1872 auf allerlei Einrichtungsgegenstände aufmerksam, die dem Hause mangelten.

1863 - Handschuhindustrie - Strumpfwirker
Gustav Wolf stellte 1863 zwei Kettstühle in Betrieb, die er in Hartmannsdorf zur Erzeugung von Handschuhstoff erworben hatte. Den ersten Handschuhauftrag für Burgstädt erhielt er im März 1863 von einer Hamburger Firma. Noch musste jeder Handschuh mit der Hand genäht werden. Dem Beispiel von Gustav Wolf folgten bald andere.
1865 taucht die Firma Hähle - Winkler & Hößler auf,
1866 erscheinen E. B. Lindner und Friedrich Winkler, welch letzterer sich
1872 mit Gärtner zur Weltfirma „Winkler & Gärtner“ zusammenfand.
Bald war Burgstädt völlig in den Händen der Stoffhandschuhindustrie und alle Hilfsgewerbe fanden sich herzu von der Maschinenfabrik, Nadelfabrik, Färberei, Formerei bis zur Kartonagenfabrik und Druckerei.
Daneben entwickelten sich mit den neuzeitlichen Maschinen Betriebe für die Herstellung von Trikotagen und Strumpfwaren.

1868 - Erster Telegraf - Morsegerät
Seit Beginn des Jahres 1868 hatte die Stadt in eigener Verwaltung eine Telegraphenverbindung, die am 01. Oktober des Jahres 1871 an die Post überging.

1872 - Eisenbahn Chemnitz - Leipzig
Am 08 April 1872 wurde die Bahnlinie Leipzig - Chemnitz eröffnet, was für die Stadt einen wirtschaftlicher Aufstieg bedeutete. Die Strecke führt in Burgstädt über einen Viadukt 423 m lang mit 34 Brückenbögen.
Mit der Verkehrsübergabe der Teilstrecke Kieritzsch - Chemnitz konnten gleichzeitig Zweigbahnen Rochlitz - Penig und Limbach - Wittgensdorf dem öffentlichen Verkehr übergeben werden.

1876 - Stiftung der Volksbibliothek

Im Jahre 1876 wurde die Stadtbücherei Burgstädt aus den Beständen der Lehrerbibliothek geschaffen. Sie verfügte bei ihrer Gründung über 119 Bücher. Herr Fabrikbesitzer Georg Bodemer, Ritter pp (Ritter von Geburt) stiftete die Bücher, die für Schule und Lehrer bestimmt waren. Schuldirektor Karl-Otto Mehner wandelte diese Lehrerbiblothek in eine Volksbibliothek.
Als Stiftungstag gilt der 1. März 1876. Herr Karl-Otto Mehner leitete die Bibliothek von 1876 bis 1895, ohne dafür Vergütung zu erhalten
Heute ist die Stadtbibliothek eine gemeinnützige, öffentliche kulturelle Einrichtung der Stadt Burgstädt und kann kostenlos genutzt werden. Sie verfügt über einen Bestand von 18.000 Büchern, Zeitschriften, CDs, Kassetten, Videos, DVD` s und Software. Außerdem stehen zwei Internetarbeitsplätze für die öffentliche Nutzung bereit. 2003 wurden 72.651 Ausleihen gezählt.

Vereine in der Reihenfolge ihrer Gründung
Am 19.08.1845 Gründung des ersten Turnvereins in Burgstädt durch den Fabrikanten Friedrich Winkler. Zum Waldenburger Turnfest am 10.08.1946 begrüßen Burgstädts Turner den Turnvater Friedrich Ludwig Jahn. Um 1850 Verbot des Vereins als Folge der revolutionären Ereignisse.
1860 - Gründung des 1. Burgstädter Turnvereins, des "TV 1860 Burgstädt e. V".
22 Einwohner gründeten nach der Genehmigung durch das Königliche Gerichtsamt Burgstädt am 01.09. den neuen Turnverein. Anmeldungen gab es am Anfang wenig, denn es hatte sich im gleichen Jahr die Rettungsschar (Feuerwehr) gebildet. Dem Verein trat am 31.10.1860 Vater Thum bei. Er war von 1868 bis 1878 Gauturnwart.
1878 - Burgstädter TSV 1878 e. V.
Weil die Burkersdorfer Fabrikanten ihre Interessen im Turnverein Burgstädt nicht durchsetzen konnten, kam es zum Zwiespalt. Daher wurde 1878 der „ Turnverein Burkersdorf“ gegründet.
1875 - Naturbad Burgstädt e. V.
In Burgstädt entstand die erste Kleingartenanlage im Jahr 1875. Es handelte sich um den „Naturheilverein e. V.“, der heutigen Kleingartenfreunde „Naturbad Burgstädt e. V.“ Die Kleingartenfreunde kauften von ihren Spargroschen ein Stück Land nach dem anderen, so dass diese Burgstädter Anlage stets im Wachstum begriffen war.
1879 - Sportverein Grün-Weiß Mohsdorf e. V.
Die Gründung des Turnvereins Mohsdorf e. V.  erfolgte im Jahr 1879. Sie führt auf die Initiative bürgerlicher Kreise im Ort zurück. Im gleichen Jahr wurde auch der Spielmannszug des Turnvereines gegründet.
1879 - Gewerbe- und Handelsverein Burgstädt e. V.
Im Jahre 1879 versammelten sich in Römers Restaurant am Marienberg auf Einladung des Herrn Bürgermeisters Otto Bauer und des Herrn Klempnermeisters Friedrich Müller eine Anzahl angesehener Bürger der Stadt, meistens Handwerker und Gewerbetreibende, und gründeten den „Gewerbe- und Handelsverein Burgstädt e. V.“

1880 - Männerchor „Einklang Burgstädt 1880/1861“ e. V.

Am 8. Juni trafen sich in „Ehrhardts Gaststätte“, der späteren “Friedrichsburg“ sangesfreudige Burgstädter Bürger und gründeten den Gesangverein „Einklang“. Den 1. Vorsitz führte Ludwig Naumann, als Dirigent wurde Rudolf Schwarz genannt. Ende 1880 zählte der Chor bereits 37 Mitglieder.
1884 - In diesem Jahr gründete sich auch in Göppersdorf ein Turnverein, der bis 1945 bestand.
1887 -  Beginn des organisierten Radfahrens in Burgstädt
1892 - Kaninchenzuchtverein S 43 Burgstädt e.V.
Am 3. April  wurde in „Erhardts Restaurant“ der Kaninchenzüchterverein Burgstädt und Umgebung gegründet. Den Vorstand übernahm Zuchtfreund Julius Krumbiegel aus Hartmannsdorf. Der Verein, ist einer der ältesten Kaninchenzüchtervereine Deutschlands.

1897 - Turnvereins "Vater Jahn" Burgstädt e. V.

Die Gründung des Turnvereins erfolgte am 19.01. als bürgerlicher Sportverein mit den Symbolen FFFF (Frisch – Fromm – Fröhlich – Frei). 1921 Übertritt zum Arbeiter-Turn- und Sportbund mit geänderten Symbolen FFST(Frisch – Frei – Stark - Treu). 1926 – 1931 Bau des Stadions
1904 - WBG Burgstädt eG

Die heutige WBG Burgstädt eG wurde am 10.01.als Bauvereins zur Schaffung preiswerter Wohnungen gegründet, um preiswerten Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten bereitzustellen. Die Wohnungsbaugenossenschaft Burgstädt eG feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Ihr gehören heute 1.169 Wohnungen in Burgstädt, Hartmannsdorf, Markersdorf, Mühlau, Taura und Wittgensdorf.

1920 - Sportverein 1920 e. V. Herrenhaide
1920 begannen Herrenhaider Jugendliche auf der Waldwiese mit dem Fußballsport. 1926 wurde der "Sportclub Herrenhaide" gegründet. Mit Zustimmung des Gemeindeparlaments Göppersdorf wurde dem Verein ein Grundstück vor der Bahnlinie zwischen Burgstädt und Wittgensdorf zum Bau eines Sportplatzes zunächst pachtweise überlassen. 1929 erfolgte der Kauf für 2.000 Mark. 1933 wurde der Arbeitersport verboten. Bis zu diesem Verbot unter hielt der Verein drei Männermannschaften und zwei Nachwuchsmannschaften im Fußball und eine Damenmannschaft im Handball. Der Sport in Herrenhaide heute: 150 Mitglieder zählt heute der  Verein. Durch den Neubau der Sporthalle ist es möglich, ganzjährig in den Sportarten Fußball, Volleyball, Basketball, Tischtennis, Badminton, Aerobic, Gymnastik und Yoga Sport auszuüben.
1921 - Evangelisch-Kirchliche Gemeinschaft Burgstädt e. V.
Die Gemeinschaft in der Göppersdorfer Straße 78 besteht seit 1921. 1924 kaufte sie eine alte Soldatenbaracke aus dem 1. Weltkrieg. 1926 gründete sie dann den evangelischen Kindergarten, der 68 Jahre lang – bis 1998 – von Diakonissen geleitet wurde. Während des Krieges beschlagnahmte die NSDAP für 4 Jahre die gesamte Baracke und übernahm auch den Kindergarten. 1985 konnten 2/3 der alten Baracke in Eigenleistung massiv rekonstruiert werden. Das letzte Drittel wurde 1992 durch einen Neubau ersetzt. So bietet das gesamte Haus Raum für die Gemeinde und ihren Kindergarten – ein Zuhause für Groß und Klein!
1929 - Reitverein "St. Georg" Burgstädt e. V.
1945 - Volkssolidarität e. V.
Die Volkssolidarität besteht seit 1945 und hat seit ihrer Gründung immer im Sinne des Leitmotivs gearbeitet: "Miteinander – Füreinander". Die heutigen Aufgaben in Burgstädt bestehen in der sozialen, kulturellen und hauswirtschaftlichen Betreuung älterer Menschen und seit 1999 auch in der Betreuung der Jüngsten in der Kindertagesstätte "Regenbogen". Dazu kommt das "Essen auf Rädern" und der tägliche Mittagstisch in der Begegnungsstätte "Maria Brückner" sowie der Reiseclub der Senioren. Ein abwechslungsreiches Angebot hält das Soziokulturelle Zentrum jeden Monat bereit. So können unsere älteren Mitbürger einen abwechslungsreichen Lebensabend genießen. Unsere Jüngsten werden in der Kindertagesstätte "Regenbogen" liebevoll betreut und gut auf die Schule vorbereitet. Besonders gut hat sich das Zusammenleben von Jung und Alt entwickelt. Die Kinder bereiten den Senioren viele schöne Stunden im Jahr, so z. B. zu den zentralen Geburtstagsfeiern der Ortsgruppe der Volkssolidarität. Seit 2000 gehört zum umfangreichen Angebot der Betreuung auch das Betreute Wohnen. In 30 Wohnungen werden ältere Bürger von den Mitarbeitern des Soziokulturellen Zentrums so weit nötig versorgt und bei alltäglichen Dingen nach Bedarf unterstützt.

Herr Gustav Clemens Graupner übernahm 1886 in Burgstädt das Stadtmusikchor und wurde Stadtmusikdirektor von 1886 - 1897. Unter seiner Leitung hatte Burgstädt mit Hugo Türpe einen weltberühmten Pistonbläser.
1929 schrieb Graupner für Burgstädt den Heimatfestmarsch.

1887 - Hölzerner Taurasteinturm (Modell steht heute im Museum)
Auf Veranlassung des ehemaligen Handschuhfabrikaten Schaarschmidt baute die Zimmereifirma C. A. Pauli 1887 diesen Turm für 3600 Mark. Er hatte eine Höhe von 32 m aufzuweisen, so dass man unter Einbeziehung der Gemarkung des Taurasteines auf eine Höhe von über 378 m über N.N. kam.
Der Förderer des Wettinhaines, Gustav Winkler, kaufte 1901 den Turm und schenkte ihn dem Wettinhainverein.

1889 - Einweihung Wettinhain

Weit über die Grenzen unserer Heimatstadt hinaus ist das Wahrzeichen und Kleinod von Burgstädt bekannt: der Taurastein mit seinem Wettinhain. Im Jahr 1881 wurde ein Gaststättengebäude am Taurastein erbaut. Auf dem Gründstück zwischen den Felsbrocken legte man einen schönen Garten an. Die eigentliche Entstehung des Haines mit seinen Parkanlagen liegt in den 80er und 90er Jahren des 19. Jahrhunderts. Besonders die Natur- und Heimatfreunde und die Mitglieder des Erzgebirgsvereins waren es, die sich für die Bepflanzung des schöngelegenen Naturgeländes einsetzten. Am 17. Juni 1889 wurde der Park eingeweiht. Er erhielt seinen Namen anlässlich des 800-jährigen Regierungsjubiläums des sächsischen Herscherhauses Wettin. Die Teichanlagen entstanden im Jahre 1903. Sie luden Sommer wie Winter zum Besuch ein, sei es zur Gondelfahrt oder zum Schlittschuhlaufen.
1913-Einweihung des Taurasteinturmes als Wasser- und Aussichtsturm.
Im Jahre 1912 musste der hölzerne Aussichtsturm wegen Baufälligkeit niedergerissen werden. An seine Stelle baute man aus Stein einen 39 m hohen Wasser- und Aussichtsturm mit 163 Stufen.
Am 01. Oktober des Jahres 1913 wurde der Turm in Betrieb genommen.

1890 C. Hugo Eidner - Vom Kleinbetrieb zum Großunternehmen

Aus armen Verhältnissen stammend kaufte er aus eigenen Ersparnissen zwei Petinetstühle und meldete die Gründung einer Fabrikation am 24. Juli 1890 im Gemeindeamt Göppersdorf an. Nachdem noch einige Wirkstühle hinzugekauft waren, mietete er eine Werkstatt in der Chemnitzer Straße, wo er 6 Arbeiter beschäftigte. Im Laufe der Jahre bis 1927 entstand die Fabrik an der Chemnitzer Straße (heute Don Bosco). Als letzter großer Bau erfolgte im Jahre 1927 die Aufstockung der mittleren Fabrik, somit war ein Werk geschaffen von gewaltiger Größe, das ca. 1200 Arbeitern Lohn und Brot gab.
Plakat - „Ein sehr sozialer Arbeitgeber für viele Bürger Burgstädts und Umgebung“; „Einführung der Krankenkasse, Sterbe- und Unterstützungskasse, weihnachtliche Treueprämien und für bedürftige Werksangehörige Urlaubsgeld“

1906 Eröffnung der ersten sächsischen Kraftwagenlinie in Sachsen
Mittweida - Burgstädt - Limbach
Die rasche industrielle Entwicklung - besonders der Textilindustrie - im Limbacher, Burgstädter und Mittweidaer Raum machte eine Querverbindung zur Eisenbahn erforderlich. Nach der Gründung einer Gesellschaft zur Errichtung einer Kraftwagenverbindung im Mai 1906 wurde bereits am 10.08. 1906 die erste sächsische Kraftomnibuslinie zwischen Limbach und Mittweida ihrer Bestimmung übergeben.

Einweihung Zentralschule - größte Schule Sachsens unter einem Dach

Am 8. Oktober 1913 wurde die neue Zentralschule eingeweiht. Sie war die größte Sachsens, in welche 1300 Schüler einzogen.
Der erste Spatenstich für diese neue Schule war am 19. Oktober 1911.
Bürgermeister Dr. Roth hatte sich sehr für den Neubau der Einrichtung verdient gemacht.

1914 - Ausbruch des 1. Weltkrieges
Ein Ereignis, das in unserem Vaterland jäh die aufgezeichnete Entwicklung unterbrach, der 1. Weltkrieg. Nach dem Siegestaumel im August 1914 brachten auch in Burgstädt die ersten Todesnachrichten Ernüchterung. 1915 wurde Burgstädt selbst zur Garnisonsstadt. Mehr als 300 Gefallene und Vermisste hatte Burgstädt zu beklagen.

Die 20er Jahre 
Auf die unruhige Zeit der Revolution 1918/19 folgte die Abwertung des Geldes. Als Inflation ist sie bekannt geworden, als man im Jahre 1923 mit Millionen und Milliarden umgehen musste. Damit waren gleichzeitig der Bevölkerung die Ersparnisse genommen.

1925 - Gerätehaus der Feuerwehr im Rathaushof
Am 03. Juni 1925 wurde das neue Gerätehaus der Feuerwehr im Rathaushof feierlich eingeweiht. Es diente als solches bis zur Errichtung des neuen Feuerwehrstützpunktes im Jahr 1996.

 
Der Tag des Zusammenschlusses von Göppersdorf/Herrenhaide und Burkersdorf/Heiersdorf mit Burgstädt
war herangekommen. Eine festliche Gemeinde versammelte sich am 01. April 1935 im großen Saale des Deutschen Hauses in Burgstädt zum feierlichen Akt der Übergabe der Verwaltung der Gemeinden Göppersdorf und Burkersdorf an den damaligen Bürgermeister von Burgstädt, Dr. Martin Kaiser.  
Am 01.01.1974 wurde die Eingemeindung von Helsdorf mit Burgstädt vollzogen. Damit erfüllte sich ein langjähriger Wunsch der Einwohner von Helsdorf.
Im Rahmen der Kreisgebietsreform in Sachsen wurde am 01.04.1995 die Verwaltung der Gemeinde Mohsdorf mit  Schweizerthal an die Stadt Burgstädt übergeben.

nicht dargestellt 1933 - Machtergreifung Hitlers
 
1939 - 1945 - 2. Weltkrieg "Führer befiel, wir folgen Dir"
Der Faschismus unter Hitler führte wieder zum Krieg, es wurde ein 2. Weltkrieg. Anfangs wieder die Siegermeldungen, dann die Todesnachrichten, für die Bevölkerung in der Heimat die Lebensmittelkarten. Als der Krieg unsere Heimat erreichte, kostete er weit mehr Menschen als der 1. Weltkrieg. Obwohl Bürgermeister Kaiser mit der weißen Fahne den amerikanischen Truppen die kampflose Übergabe der Stadt anbot, kam es zum Beschuss der Stadt mit einigen Verletzten und beim Einmarsch sogar zu einem Toten. Auf amerikanische Truppen, die im April 1945 aus dem Raum Penig kamen (denen die Stadt von dem damaligen Bürgermeister Roth kampflos übergeben wurde), folgten - nachdem sich die Amerikaner wieder über die Zwickauer Mulde zurückgezogen hatten - vom Osten her (es war bereits Waffenstillstand) die sowjetischen Truppen, die als Besatzungsmacht bis zur Wende bleiben sollten.
Es kamen viele Flüchtlinge, die Hab und Gut verloren hatten. Andere waren zu Krüppeln geworden.
Zunächst gehörten der Hunger und das Hamstern zur Tagesordnung. Jeder musste sehen, wie er sich wieder aufrappeln konnte.

1945 - 1949 Wiederaufbau - Gründung der DDR
Zu den ersten neugegründeten Massenorganisationen in der Stadt zählten die Volkssolidarität und die Freie Deutsche Jugend. Sie waren aktiv am Wiederaufbau beteiligt.
Am 7. Oktober 1949 erfolgt die Gründung der DDR. Damit begann auch für Burgstädt eines neues Kapitel der Geschichte.

Aufgrund der Ölkrise in den 80er Jahren wurde der städtische Fuhrpark um Pferdefuhrwerke erweitert. 
Heute werden neben wirtschaftlichen Fuhren auch noch Kremser- und Kutschfahrten angeboten

Musikschule
In den Mauern unserer Stadt befand sich eine Bildungsstätte besonderer Art, die Fachgrundschule für Musik. Sie wurde im Jahr 1941 von Waldheim nach hier verlegt und hatte großen Anteil an der kulturellen Entwicklung unserer Stadt.
Mit der Anstellung von Herrn Herbert Wiedemann als Musikdirektor im Jahre 1946 steigerte sich das Niveau Schule, so dass sie weit über die Grenzen unseres Kreises und Bezirkes hinaus bekannt war. Die Absolventen belegten nach ihren Abschlüssen sehr achtbare Plätze in den verschiedensten Orchestern.
Infolge der Vereinheitlichung des Bildungswesens der DDR im Jahr 1955 wurde die Fachgrundschule für Musik an das Konservatorium nach Zwickau verlegt.

1953 - Kreistheater Karl-Marx-Stadt Sitz Burgstädt
Das Theater spielte in der kulturellen Entwicklung unserer Stadt eine bedeutende Rolle.
Am 12.10.1946 eröffnete das Stadttheater Burgstädt erstmals seine Pforten im Gasthof „Erbgericht“. Erster Intendant war Georg Badura.
Im Jahre 1949 übernahm der Landkreis Rochlitz das Theater als „Kreistheater Burgstädt/Rochlitz“ unter der Intendanz von Walter Siebenschuh.
Am 10. Mai 1950 erfolgte die Zusammenlegung mit dem Central- Theater Limbach und Chemnitz.
Mit Beginn der Spielzeit 1953/54 wurde der Rat des Kreises Karl-Marx-Stadt. Rechtsträger und es erhielt die Bezeichnung „Kreistheater Karl-Marx-Stadt“, Sitz Burgstädt.
Da die Ausstattung des Theaters den Ansprüchen der Schauspieler nicht mehr gerecht wurde, schloss es 1958 seine Pforten. Die Künstler sowie das Personal wurden an andere Bühnen verpflichtet.
Namhafte Schauspieler wie Michael Degen, Horst Naumann, Gerd E. Schäfer und Peter Borgelt begannen ihre Karriere in Burgstädt.

Die Landwirtschaft im Wandel der Zeit
Die Geschichte der Landwirtschaft ist untrennbar mit dem Sesshaftwerden der Menschen verknüpft. Der Wechsel vom Jagen, Fischen und Sammeln hin zum Ackerbau begründete sich aus steigenden Bevölkerungszahlen, Entstehung dauerhafter Siedlungen und der Möglichkeit, Nahrungsmittel zu lagern. Später begannen die Menschen, Haustiere zu halten, die anfangs lediglich als Fleisch- und Felllieferant dienten. Ihre Nutzung wurde auf Milch, Käse, Wolle und als Last- und Zugtiere ausgedehnt.Aus der Dreifelderwirtschaft des Mittelalters entwickelte sich fast gleichzeitig mit dem erstmaligen Anbau der Kartoffel eine Spezialisierung (Industrialisierung)der Landwirtschaft. Die heutige Landwirtschaft erzeugt hochwertige Nahrungsmittel und setzt sich intensiv für den Erhalt der Kulturlandschaft ein. Die dargestellten Einzelbilder zeigen Ausschnitte der jüngeren Landwirtschaftsgeschichte, wie die Technisierung der Landwirtschaft das Leben auf dem Lande verändert hat.
  -  vom Mähen mit der Sense über den Einsatz des Pferdemähbinders bis zum modernsten Mähdrescher
  -  von der Pferdesämaschine bis zum heutigen Mulchsaatgerät
  -  die Entwicklung der Bodenbearbeitung: Pflug, Grubber, Kartoffelschleuder
  -  die Traktorentechnik: Lanz, Mc Cormick u. a
  -  der in Burgstädt erfundene Viertelwagen
  -  die Dreschflegelgruppe zeigt die Getreidegewinnung vergangener Tage.
Im Bild integriert ist die Repräsentantin der Sächsischen Milchwirtschaft: die Sächsische Milchkönigin.
Am 09. Mai 1956 wurde die LPG „Thomas Müntzer“ Typ III in Burgstädt gegründet und eine bedeutungsvolle Umwälzung der Landwirtschaft eingeleitet. Es hat sich aus der in verschiedenen sozialen Schichten zersplitterten Bauernschaft eine einheitliche Klasse der Genossenschaftsbauern entwickelt. Es waren vier einzelbäuerliche Betriebe, die sich am Anfang zusammenschlossen

Persönlichkeiten und Originale der Burgstädter Geschichte
Otto Kirchhof aus Burgstädt OT Heiersdorf stammend, erfand 1896 den Bügel-Flaschen-Verschluss und bekam darauf am 15.07. 1896 den Gebrauchsmusterschutz. Anstelle von Kronen- oder Schraubverschluss begegnet man heute gerade bei Bierflaschen wieder öfter jenem Bügel-Verschluss, der vor über 100 Jahren in Heiersdorf erfunden wurde.
So ist im „Burgstädter Anzeiger“ und „Tageblatt“ vom 27 August 1896 zu lesen:„Gebrauchsmuster Eintragung: Classe 64.61442 Flaschverschluß aus Draht mit einem eine Nase des Stopfens mittels Hebel abwärtsziehender Bügel am Flaschenhals und einer mit letzterem den Stopfen verbindenden, gelenkartigen Schleife.
Albert Viertel war Bauer, Forscher, Künstler und Erfinder. Er hatte sich in wirtschaftlicher Hinsicht um die Stadt Burgstädt verdient gemacht. Er schuf ein Schnitzwerk mit 308 Modellen zur Entwicklung des Ackerpfluges von der Urgeschichte an. Sein Lebenswerk - ein Geschenk für die ganze Menschheit. Nach 1918 baute er einen Transportwagen,  „Viertelwagen“ genannt und erhielt darauf ein Patent. Dieser Wagen wurde viel exportiert.
Gerhard Matthes- „Mein Leben ist die Musik“, so schwärmte er. Der in Burgstädt lebende Künstler war weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt. Er war Musiker und Komponist mit Leib und Seele. Er komponierte zahlreiche Musikstücke , unter anderem „Glockentango“, „Tango espanada“ und viele mehr. Seine erfolgreichste Komposition war „La Campanula“. Er arbeitete unter anderen mit Günter Wewel und dem Leipziger Rundfunkorchester zusammen. International drang sein Ruf bis Basel, Moskau, Milano und noch weiter.   nicht dargestellt
Hermann Heinz Wille hat fast vier Jahrzehnte sein schaffensreiches Leben als Schriftsteller in Burgstädt verbracht. In dieser Zeit sind eine Vielzahl populär-wissenschaftlicher Werke entstanden, wie zum Beispiel die „Wunderwelt des Wassers“oder die „Wunderwelt der Luft“. Mit seinem Roman „Der grüne Rebell“ hat er dem erzgebirgischen Volkshelden Karl Stülpner ein bleibendes Denkmal gesetzt.   nicht dargestellt
Fritz Röhrig ist ein Begriff für alle älteren Burgstädter. Er war Lehrer - Schriftsteller - Weltenbummler und Erfinder der doppelten Buchführung.
Sein Geschäft befand sich an der Ecke Kantor-Meister-/Albertstraße, jetzt Straße der Deutschen Einheit. Er verkaufte dort Scherzartikel aller Art. Tanzkurse hielt er ab, aber auch Zaubertricks konnte man von ihm erlernen. Er war ein Allround- Man - ein Burgstädter Original.

Volkseigene Betriebe 
VEB Textilwerke „Clara Zetkin"
Durch die Zusammenlegung der Firmen Hugo Eidner und Schmidt & Wahrig mit vier weiteren Betrieben entstand am 01.01.1953 der VEB Textilwerke „Clara Zetkin“ mit 1900 Beschäftigten.
Das Sortiment erstreckte sich von Damen-Nachtwäsche, Kinder-Untertrikotagen, Damen- und Kinderblusen bis zu Herrenhemden und Handschuhen.

nicht dargestellt VEB Feinspinnerei Burgstädt
Die Spinnerei der Firma Blucke OHG war einer der ersten Betriebe der Stadt Burgstädt, die durch den Volksentscheid vom 30. Juni 1946 in Volkseigentum überführt wurde. Als Feinspinnerei Burgstädt, der 1953 die Spinnerei Schweizerthal zugeordnet wurde, entwickelte sich der Betrieb zu einem Herzstück der Leichtindustrie.

nicht dargestellt VEB Schär- und Spulmaschinenbau

Auf dem Maschinenbausektor, der in engster Verbindung zur Textilindustrie stand, wurde am 01. Juli 1946 die Firma A. Schlick & Co. in Volkseigentum übernommen. Das Produktionsprogramm umfasste in den Anfangsjahren neben Teilbäumen und Schärmaschinen noch mehrere Typen Spulmaschinen, außerdem Garnweifen, Kärtchenwickelmaschinen und andere Erzeugnisse.


nicht dargestellt VEB Trikotagen- und Handschuhwerk Burgstädt

Die ehemalige Firma Winkler & Gärtner, im Jahre 1872 gegründet, zählte zu den ältesten und bekanntesten Textilbetrieben der Stadt. Sie war zugleich einer der größten Stoff- und Strickhandschuhhersteller Burgstädts.

Im Jahr 1972 ging die Firma in Volkseigentum über und erhielt den Namen „VEB Trikotagen- und Handschuhwerk Burgstädt“.
Die Produktionspalette umfasste diverse Ober- und Untertrikotagen sowie Handschuhe, vom Faden bis zum Finalprodukt.

nicht dargestellt VEB Früchteverarbeitung Burgstädt
Die Anfänge des Betriebes begannen im Jahre 1892 mit einem Plantagengut und einer Obstweinschenke in Göppersdorf. Bis 1905 hatte sich die kleine Firma von Gustav Herman Libold soweit entwickelt, dass sie in das Handelsregister eingetragen werden konnte, unter dem Namen „Plantagengut - Fruchtkonservenfabrik“.

Nachdem der Betrieb 1907 in Konkurs ging, kaufte Paul Wittig das Anwesen im Jahr 1910 und begann mit sieben Beschäftigten erneut die Produktion von Fruchtsäften und Fruchtweinen sowie Marmeladen.

1933 war die Belegschaft bereits auf 100 Beschäftigte angewachsen.

Im Jahr 1973 wurde der Betrieb „Wittig & Co." halbstaatlich und 1974 schließlich in den volkseigenen Betrieb „VEB Früchteverarbeitung Burgstädt „ umgewandelt.


Druckerei Burgstädt
Die Druckerei Burgstädt findet ihren Ursprung im Jahre 1883. Hier gründete der Lithograph Louis Krußig die Druckerei. Sie konnte sich erweitern und bezog in den 20iger Jahren ihren neuen, noch heutigen Standort.
Bis zur Verstaatlichung 1972 wurde die Druckerei privat geführt. Ab 1972/73 war die Druckerei bis zur politischen Wende rechtlich dem damaligen Druckhaus Karl-Marx-Stadt angeschlossen.
1993 erfolgte die Reprivatisierung und danach entwickelte sich die Druckerei bis heute als moderner Dienstleister mit den Produktionsschwerpunkten„Akzidenz- und Werbedrucke". Sie fertigt heute dreistufig für fast alle Bundesländer in Deutschland Broschüren, Industriedrucksachen, Werbeplakate und Formulare im Bogen- und Rollenoffsetdruck.

Kathrein Burgstädt, vormals Häberle
besitzt seit mehr als 50 Jahren Kompetenz in der Fernsehtechnik und Antennenelektronik. Der Betrieb wurde kurz nach Beendigung des Krieges 1945 durch Herrn Häberle und Herrn Alfred Görmar in Burgstädt gegründet. In den Anfangsjahren erfolgte die Produktion von elektrischen Haushaltsgeräten und Rundfunkempfängern aus Wehrmachtsbeständen. Auch Dienstleistungen in Form von Reparaturen an elektrischen und elektronischen Geräten kennzeichneten die Nachkriegsjahre. 1953 erfolgte der Einstieg in die Antennentechnik. Die Spezialisierung auf Antennenverstärkeranlagen führte zu Neuentwicklungen, Patentanmeldungen und zahlreichen Auszeichnungen zu Leipziger Messen. Als Alleinhersteller in der DDR mit hohem Exportanteil erlangte das Unternehmen Weltruf. Die Stadt Burgstädt war 1989 die erste Stadt in Ostdeutschland, die über eine zentrale Rundfunk- und Fernsehversorgung mit einer eigenen Kabelzeitung ausgestattet war. Der Betrieb wurde 1972 verstaatlicht und 1990 reprivatisiert. Er gehört heute zur KATHREIN- gruppe, dem Weltmarktführer für Antennentechnik. In Burgstädt und Mühlau entwickeln und produzieren 125 Mitarbeiter Spitzenprodukte, die in viele Länder der Welt exportiert werden. So stellt der Betrieb Antennenverstärker, Umsetzer für Kopfstationen sowie Autofunkantennen z.B. für Mercedes und BMW her. Die Firma Häberle lebt in Burgstädt weiter als stadtbekanntes Rundfunk- und Fernsehgeschäft.

Stadtbrauerei Burgstädt
Die Eigentümer des alten Brauhauses am Burgstädter Markt ließen 1891/92 auf der Chemnitzer Staße ein neues Unternehmen entstehen. Nach Einzug in das neuerbaute Brauereigrundstück wurde 1892 die Firma Schüller und Böttger, Stadtbrauerei Burgstädt, in das Handelsregister eingetragen.

Nach Ende des 2. Weltkrieges 1945 vergrößerte und modernisierte sich der Betrieb.

In den sechziger Jahren nahm das Unternehmen halbstaatliche Beteiligung auf.
Nach Überführung des halbstaatlichen Betriebes in Volkseigentum,  wurde die Brauerei 1974 dem „Kombinat Löwenbräu Mittweida“ unterstellt.

Wende im Herbst 1989

Im Herbst 1989 kam die Wende. Burgstädter beteiligten sich an den Demonstrationen in Limbach-Oberfrohna und Karl-Marx-Stadt. Lange Menschenschlangen bildeten sich vor der Meldestelle und der Sparkasse, wo der Reisepass bzw. die begehrten 15.- DM abgeholt werden konnten.
In Burgstädt trafen sich Vertreter von verschiedenen Gruppen am "Runden Tisch".

nicht dargestellt

Partnerschaft Burgstädt mit der Stadt Ahnatal

Am 03. Oktober des Jahres 1990, dem Tag der Deutschen Einheit, fand in der Stadtkirche Burgstädt eine öffentliche Festsitzung statt. Der Höhepunkt dieses Festaktes war die Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages mit der Gemeinde Ahnatal.

ABM

Verschiedene Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen versuchten die Arbeitslosigkeit zu mildern.

EURO - Einführung im Jahr 2002
Mit Beginn des Jahres wurde der EURO in 15 Ländern Europas eingeführt.  Auch die Burgstädter Einwohner mussten sich von der liebgewordenen D-Mark trennen. Am 02. Januar 2002 stürmten die Burgstädter ihre Geldinstitute um den neuen EURO zu erwerben.
Auf Dekret Friedrich August, König von Sachsen wurde am 30. August 1854 die Sparkasse als erstes Kreditinstitut in der Stadtgemeinde Burgstädt eröffnet. Die Zahlstelle befand sich damals im Rathaus. Als Kassierer fungierte der Stadtverordnete und Webermeister Christian Friedrich Hölzel, der am ersten Tag 180 Taler und 10 Neugroschen entgegennahm. Nach mehrmaligen Umzügen führt die Sparkasse nun ihren Geschäftsbetrieb in der August-Bebel- Straße 1. Heute betreuen zehn Mitarbeiter ca. 8.600 Kunden mit Einlagen in mehrfacher Millionenhöhe.

"Ein Schiff, was sich Gemeinde nennt"
Unter diesem Motto möchte sich die Evangelische Kirchgemeinde Burgstädt mit der Vielfalt seiner Gruppen und Kreise vorstellen. Das große Schiff Kirchgemeinde Burgstädt wird bewegt und getragen von der Vielzahl der Einzelaktivitäten in den unterschiedlichen Gemeindekreisen und -gruppen: Senioren, Jugend, Kinder, Gespräche, Musik, Diakonie. Die Vielschichtigkeit und Lebendigkeit der Kirchgemeinde wird neben dem Schiff als Symbol durch die unterschiedlich farbig geschmückten Bänder und Begleiter des Schiffes dargestellt. Da unserer Kirchgemeinde das gute Wirken für Burgstädt und das Umland wichtig ist, werden wir im Rahmen einer Aktion an der Festtribüne viele "Beiboote" austeilen, um einen Vorgeschmack auf das "Mitsegeln" im Schiff zu wecken.

Burgstädter Handwerker
Die Geschichte des Burgstädter Handwerks reicht bis in das 16. Jahrhundert zurück.

Stadtcafe und Konditorei Eichler

Heil Bedachung und Gerüstbau GbR
Die Tradition der Firma reicht bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück und so konnte das Unternehmen, welches von Generation zu Generation immer weitervererbt wurde, im Jahre 2000 ihr 150-jähriges Jubiläum feiern. Über die Jahre der Weltwirtschaftskrise, die Zeiten der Planwirtschaft und der Wende konnte die Firma mit Beharrlichkeit, Fleiß und einem Quäntchen Glück bestehen. So ist auch erneut die Nachfolge gesichert.

Gärtnerei Böhme
Gegründet 1933 von Karl und Hilde Matthes. Ab 1950 führte der Schwiegersohn Gerhard Böhm die Gärtnerei weiter. Zu DDR-Zeiten waren besonders die Gurkenpflanzen stadtbekannt. Heute, nun schon in dritter Generation, reicht das Angebot an Pflanzen für den Hobbygärtner zu den Schnittblumen und Trauerfloristik bis zu Serviceangeboten wie z. B. Grabpflege usw.


Don Bosco
Ziel der Berufsvorbereitung in der Don Bosco Jugend-Werk GmbH Sachsen ist, jungen Menschen mit Behinderung besondere Hilfen zu geben. Um ihnen eine fortlaufende positive berufliche Entwicklung zu ermöglichen, wird den Rehabilitanden eine komplexe und individuelle Förderung zu teil. 1993 konnte die Don Bosco Jugend-Werk GmbH 18 auswärtige Rehabilitanden im Internat unterbringen. Inzwischen wohnen über 230 Jugendliche in den Internaten in Burgstädt und in Hartmannsdorf. "Besonderen Wert legen wir auf unseren Internatsneubau, in dem für 40 Jugendliche moderne und jugendgemäße Wohnunterkünfte geschaffen wurden." Es stehen regelmäßige Freizeitaktivitäten und das Erlernen praktischer Aufgaben und deren gemeinsame Lösung im Mittelpunkt. Mit dem Ziel des erfolgreichen Berufsabschlusses und der Integration in Arbeit werden Jugendliche in folgenden Berufen ausgebildet: - Kaufmann/ -frau im Einzelhandel, - Verkäufer/in, Verkaufshilfe, - Kaufmann/ -frau für Bürokommunikation, - Bürokaufmann/ -frau, Bürokraft, - Koch/Köchin, Beikoch/ -köchin, - Hauswirtschafter/in, Hauswirtschaftstechnische/r Helfer/in, - Fachkraft im Gastgewerbe, Helfer/in im Gastgewerbe, - Industriemechaniker/in, Metallbearbeiter/in, - Tischler/in, Holzbearbeiter/in, - Elektroniker für Geräte und Systeme, Elektrogerätezusammenbauer/in, - Mediengestalter/in, - Drucker/in, Buchbinder/in, - Raumausstatter/in, Raumausstatterwerker/in, - Maler/-in und Lackierer/-in, - Bau- und Metallmaler/in, - Maurer/in, - Hochbaufachwerker/in, - Fachkraft für Lagerlogistik, - Fachlagerist/in, - Lagerfachhelfer/in

Fanfarenzug Neukirchen

Gärtnerei Friebel
50 Jahre Gärtnerei Friebel in Burgstädt
Heimfrost Schäfer
Die ortsansässige Firma HEIMFROST Schäfer Tiefkühl-Heimdienst GmbH wurde im Mai 1991 gegründet und beschäftigt nunmehr 5 Mitarbeiter.
Gärtnerei Findeklee
1993 stand die ehemalige Forstbaumschule vor dem aus. Der Gartenbaubetrieb Gert Findeklee übernahm den Betrieb und seit dieser Zeit betreibt Frau Krauße mit einem weiteren Mitarbeiter den Betrieb in eigner Regie weiter.
Autohaus Pöhland GmbH
Toyota – Eine starke Marke auf dem Weg zur Spitze
Burgstädter Auto Center
Auch Opel hat seine Traditionen

Den Abschluss  unseres Umzuges bildet traditionell die Kehrmaschine der Firma Johannes Fehr GmbH & Co. KG als Schlussfahrzeug.

Errungenschaften des Stadtrates von Burgstädt
Im Mai 1991 wurde die Historische Arztpraxis als Museum in der Rathausgasse eröffnet.
Im September 2001 wurde das ehemalige Kantorat in der Kantor- Meister- Straße nach umfangreichen Sanierungssarbeiten als Heimatmuseum feierlich eingeweiht.
Das neue Lernbehindertenzentrum an der Mittweidaer Straße wurde im Oktober 1992 eingeweiht. Aus einer ehemaligen Textilfabrik entstand eine moderne Lernstätte für behinderte Kinder und Schüler.
Im Juni 2002 wurde die neue Drei-Feld-Sporthalle auf dem ehemaligen Gelände des Freibades an die Nutzer übergeben. Die Sporthalle trägt den Namen „Sport-Zentrum am Taurastein“.

Kommunale Wohnungsverwaltung Burgstädt/Sa. GmbH
Sie trat 1990 ein schweres Erbe an, das ihr der Vorgänger, der VEB Gebäudewirtschaft, hinterlassen hatte. 1700 Wohnungen, die größtenteils in keiner Weise dem heutigen Wohnstandard entsprachen galt es zu modernisieren.

Im Jahr 1993 wuchs an der Gabelsbergerstraße ein echtes Vorzeigeobjekt.

85 Sozialwohnungen, finanziert von Land, Kommune und Wohnungsverwaltung.
Die KWV ist einer der wichtigsten Arbeitgeber für das örtliche Gewerbe.

Wohnungsbaugenossenschaft Burgstädt eG
Die WBG Burgstädt eG wurde in diesem Jahr 100 Jahre alt. Ihre Wurzeln verdankt sie der Gründung des Spar- und Bauvereins Hartmannsdorf e.G.m.b.H  am 10.01.1904.
Neun Genossenschaften sind in den letzten 100 Jahren durch Verschmelzung in der WBG Burgstädt eG aufgegangen. Sie besitzt 1169 Wohnungen in 6 Städten und Gemeinden.
Umfangreiche Dienstleistungen und die Sozialarbeit sowie viele Aufträge an den regionalen Mittelstand charakterisieren das Wirken der Wohnungsbaugenossenschaft.

Burgstädter Kabelzeitung (BKZ)
In Burgstädt kommt die Zeitung aus dem Kabel. Die erste Ausgabe der Burgstädter Kabelzeitung wurde am 01.02. 1990 gesendet.
 Das war die Geburtsstunde des Lokalfernsehens in Deutschland.

Gewerbegebiet Herrenhaide

Im Süden von Burgstädt, zwischen den Ortsteilen Göppersdorf und Herrenhaide, entstand auf einer Fläche von 31 Hektar ab 1992 der Gewerbe- und Industriepark Herrenhaide.